Diese Form der Kunsttherapie bedeutet eine intensive Auseinandersetzung mit sich selbst auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht. Zugleich bietet sie die Möglichkeit, durch das seelische Erleben der Formen und Farben die funktionellen Abläufe im Organismus zu beenflussen.

Die Instrumente dafür sind Pinsel und Farbe, Kreide, Stifte und Papier. Bei der Gestaltung von Form und Farbe, Helle und Dunkel, Flächen und Linien mit Pastell oder Vollton, zartem oder kräftigem Strich treten sowohl Erinnerungen aus der Vergangenheit zutage, aber ebenso Wünsche für die Zukunft oder ein Bewusstsein für die Gegenwart. Sie spiegeln sich in dem neu entstandenen Bild auf vielfältige Art und Weise.

Maltherapie
Kunsttherapie Gespräch Maltherapie Gespräch Maltherapie
Die Maltherapie erfolgt mit Kreiden oder Aquarellfarben. Die Kunsttherapeutin, Evelyne Golombek, bespricht mit den Patienten die Bilder und hilft auch, wenn die Farbe mal wieder etwas anderes vorhat als der Mensch.

Dabei ist der Weg das Ziel. Im kreativen Erschaffen eines Bildes kommt es nicht darauf an, eine Landschaft möglichst originalgetreu abzubilden oder ein Gesicht treffend zu portraitieren. Viel wichtiger ist das Erleben des Zusammenspiels von Farben und Formen als individueller Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen. Es geht um die unmittelbare sinnliche Auseinandersetzung mit Eindrücken, Gefühlen, Gedanken und den eigenen Kräften, die sich im Malen und Zeichnen auf individuelle Weise zeigen. Das kann ein Ventil für Erlebtes sein, aber auch Katalysator für vorher noch nicht Wahrgenommenes, das dann über das künstlerische Tun ins Bewusstsein tritt und wirkt. Dabei können sich neue Wege eröffnen im Umgang mit der Krankheit, mit Krisen, mit sich selbst und der Umwelt.